Was ist UEFI? Alles Wichtige verständlich erklärt
UEFI bedeutet Unified Extensible Firmware Interface. Es handelt sich um eine Schnittstelle, die den Start eines Computers steuert. Es ersetzt das ältere BIOS, das lange Zeit Standard war. Das aktuelle Interface bietet mehr Funktionen, unterstützt größere Festplatten und erhöht die Sicherheit beim Bootvorgang.
UEFI ist die Firmware, die beim Einschalten des Computers aktiv wird. Sie initialisiert die Hardware und startet anschließend das Betriebssystem. Anders gesagt: Das Unified Extensible Firmware Interface sorgt dafür, dass alle Komponenten bereitstehen, bevor das System geladen wird. Außerdem bietet es eine grafische Oberfläche und den Zugriff auf Dateien direkt aus der Firmware.
Wie funktioniert UEFI?
Nach dem Einschalten übernimmt das UEFI die Kontrolle. Zuerst prüft es die Hardware, dann lädt es den Bootloader. Anschließend startet das Betriebssystem. Dabei kann das UEFI Treiber und Anwendungen ausführen, bevor das System vollständig geladen ist. Aufgrund dieser Struktur arbeitet es flexibler als das veraltete BIOS, weil es ein eigenes Dateisystem unterstützt und mehr Speicher verwalten kann.
Unterschied zwischen UEFI und BIOS
- UEFI unterstützt Festplatten über 2 TB, BIOS nicht.
- UEFI bietet eine grafische Oberfläche, BIOS nur Text.
- UEFI ermöglicht Secure Boot, BIOS fehlt diese Funktion.
- UEFI kann Programme laden, BIOS ist stark eingeschränkt.
Anders formuliert: UEFI ist vielseitiger und sicherer als BIOS, während BIOS einfacher, aber begrenzt bleibt.
Sicherheitsfunktionen von UEFI
Ein UEFI bietet mehrere Sicherheitsmechanismen, die den Startvorgang eines Computers schützen. Diese Funktionen verhindern, dass schädliche Programme oder manipulierte Systeme geladen werden. Aus diesem Grund spielt das Interface eine zentrale Rolle für die Integrität des gesamten Systems.
Secure Boot
Secure Boot ist eine Funktion, die überprüft, ob die Software beim Start vertrauenswürdig ist. Dabei kontrolliert UEFI digitale Signaturen von Bootloadern und Treibern. Wenn eine Datei nicht signiert ist oder verändert wurde, blockiert UEFI den Start. Auf diese Weise wird verhindert, dass Schadsoftware den Bootvorgang übernimmt.
Firmware-Authentifizierung
Neben Secure Boot prüft UEFI auch die eigene Firmware. Updates müssen signiert sein, bevor sie installiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass nur autorisierte Hersteller Änderungen vornehmen können. Angriffe über manipulierte Firmware werden so deutlich erschwert.
Zugriffskontrolle
Das UEFI erlaubt die Einrichtung von Passwörtern für den Zugriff auf die Einstellungen. Wer die Boot-Reihenfolge ändern oder Secure Boot deaktivieren möchte, benötigt diese Zugangsdaten. Damit wird verhindert, dass Unbefugte sicherheitsrelevante Optionen verändern.
Trusted Platform Module (TPM)
Viele Systeme nutzen UEFI in Verbindung mit TPM. Dieses Modul speichert kryptografische Schlüssel und unterstützt Funktionen wie BitLocker. Dadurch wird die Verschlüsselung von Daten bereits beim Start abgesichert.
Netzwerk- und Remote-Schutz
Einige Versionen bieten Schutz vor Angriffen über das Netzwerk. Firmware kann so konfiguriert werden, dass nur sichere Verbindungen für Updates zugelassen sind. Dies reduziert die Gefahr, dass Schadsoftware über Remote-Zugriffe installiert wird.
Warum sind diese Funktionen entscheidend?
Angriffe auf den Bootvorgang sind besonders gefährlich, weil sie das Betriebssystem umgehen. Das Unified Extensible Firmware Interface verhindert solche Manipulationen, indem es den Start streng kontrolliert. Wer Secure Boot aktiviert und Firmware-Updates regelmäßig prüft, reduziert das Risiko erheblich.
UEFI und Partitionierung
Das UEFI nutzt das GPT-Format, um große Festplatten effizient zu verwalten. GPT steht für GUID Partition Table und erlaubt bis zu 128 Partitionen, während das ältere MBR-System nur vier primäre Partitionen unterstützt. Aus diesem Grund eignet sich GPT für Speichermedien mit mehreren Terabyte.
Beim Einrichten erstellt das System eine EFI-Systempartition. Diese enthält Boot-Dateien und Treiber, die für den Start des Betriebssystems erforderlich sind. Danach können weitere Partitionen für Daten oder Programme angelegt werden. Prüfsummen sorgen dafür, dass Fehler erkannt werden.
Im Gegensatz zu MBR liest UEFI die Boot-Dateien direkt aus der EFI-Systempartition. Dadurch entfällt die Beschränkung auf den ersten Sektor der Festplatte. Mehrere Betriebssysteme lassen sich problemlos installieren, weil GPT die nötigen Einträge verwaltet.
Wer große Festplatten nutzt, profitiert von dieser Kombination. Sie bietet mehr Flexibilität, höhere Datensicherheit und eine stabile Struktur für den Bootvorgang.
Welche Arten des Unified Extensible Firmware Interface gibt es?
Es existieren verschiedene Implementierungen. Manche sind minimal und konzentrieren sich auf grundlegende Funktionen, andere enthalten Netzwerkoptionen und Diagnosetools. Außerdem gibt es Varianten für Server und eingebettete Systeme. Dadurch unterscheiden sich die Möglichkeiten je nach Gerät und Hersteller.
Vorteile von UEFI vs. BIOS
- Schnellere Startzeiten
- Unterstützung großer Festplatten
- Erweiterte Sicherheitsmechanismen
- Grafische Konfiguration
Zusammenfassung
UEFI ersetzt das alte BIOS und bietet mehr Funktionen, höhere Sicherheit und bessere Kompatibilität mit aktueller Hardware. Es steuert den Start des Computers, verwaltet die Hardware und lädt das Betriebssystem effizienter. Wer ein aktuelles Gerät nutzt, arbeitet fast immer mit dem Unified Extensible Firmware Interface.
