Schaltkreis

Schaltkreis
Ein Schaltkreis ist eine geschlossene elektrische Verbindung aus Leitungen und Bauteilen, die Strom von einer Spannungsquelle durch definierte Komponenten leitet, um Energie und Signale gezielt zu steuern.

Schaltkreis – Grundlagen, Funktion und Arten

Ein Schaltkreis verbindet elektrische Komponenten so, dass Strom fließen kann und bestimmte Aufgaben erfüllt werden. Er bildet die Basis für nahezu alle elektronischen Geräte, weil er Energie verteilt und Signale steuert.

Inhaltsverzeichnis:
DEFINITION

Was ist ein Schaltkreis?

Ein Schaltkreis oder Stromkreis, bzw. Schaltung ist eine geschlossene Verbindung aus Leitungen und Bauteilen wie Widerständen, Kondensatoren, Spulen oder Halbleitern. Damit Strom fließt, muss eine Spannungsquelle vorhanden sein. Sobald der Kreis geschlossen ist, bewegen sich Elektronen durch die Leiter und versorgen die angeschlossenen Elemente.

Wie funktioniert ein elektrischer Schaltkreis?

Die Funktionsweise beruht auf einer Spannungsquelle, die eine elektrische Potenzialdifferenz erzeugt. Elektronen wandern vom Minuspol zum Pluspol und es fließt Strom. Widerstände begrenzen den Strom, Spulen oder Kondensatoren speichern Energie, und Transistoren schalten Signale. Durch die Kombination dieser Elemente entstehen Funktionen, die Steuerungen und Berechnungen ermöglichen.

Welche Arten von Schaltkreisen gibt es und wofür werden sie verwendet?

Reihenschaltung, Serienschaltkreis oder Schaltung
Abb.: Aufbau eines Serienschaltkreises
Formeln:
UGesamt = UWiderstand + ULampe IGesamt = IWiderstand = ILampe

Reihenschaltung

Eine Reihenschaltung ordnet alle Bauteile hintereinander an. Der Strom (I) fließt durch jedes Element nacheinander, sodass er überall gleich bleibt. Die Spannung (U) verteilt sich auf die einzelnen Komponenten. Diese Struktur eignet sich für einfache Anwendungen wie Taschenlampen. Wenn ein Bauteil ausfällt, unterbricht das den gesamten Stromfluss. Der Gesamtwiderstand ergibt sich aus der Summe aller Einzelwiderstände, was die Berechnung erleichtert. Die Reihenschaltung benötigt weniger Leitungen und ist leicht nachvollziehbar. Sie wird häufig genutzt, um grundlegende Prinzipien der Elektrizität zu demonstrieren. Trotz ihrer Einfachheit spielt sie eine wichtige Rolle, weil sie das Verständnis für komplexere Systeme fördert.

Parallelschaltung oder Parallelschaltkreis
Abb.: Aufbau eines Parallelschaltkreises
Formeln:
UGesamt = ULampe1 = ULampe2 IGesamt = ILampe1 + ILampe2

Parallelschaltung

Ein paralleler Schaltkreis verbindet Bauteile nebeneinander. Jeder Zweig erhält die gleiche Spannung, während sich der Strom auf die einzelnen Wege verteilt. Diese Struktur bietet den Vorteil, dass der Ausfall eines Elements die Funktion der übrigen nicht beeinträchtigt. Deshalb findet man Parallelschaltungen in Haushaltsinstallationen. Der Gesamtwiderstand ist kleiner als der kleinste Einzelwiderstand, da sich die Leitungswege ergänzen. Die Stromstärke in jedem Zweig hängt vom jeweiligen Widerstand ab. Diese Eigenschaften machen die Parallelschaltung geeignet für Systeme, die eine stabile Spannung benötigen. Sie erfordert mehr Leitungen, bietet aber eine höhere Betriebssicherheit und eine gleichmäßige Energieversorgung.

Gruppenschaltung oder gemischter Schaltkreis
Abb.: Aufbau eines gemischten Schaltkreises
Formeln:
UGesamt = UWiderstand + ULampen
IGesamt = IWiderstand = (ILampe1 + ILampe2)
 

Gemischte Schaltung

Eine gemischte Schaltung kombiniert Reihen- und Parallelschaltung. Sie entsteht, wenn bestimmte Bauteile hintereinander und andere nebeneinander angeordnet werden. Diese Kombination ermöglicht eine flexible Anpassung an unterschiedliche Anforderungen. In vielen Geräten findet man solche Strukturen, weil sie die Vorteile beider Grundformen vereinen. Die Berechnung ist anspruchsvoller, da sowohl die Regeln der Reihenschaltung als auch die der Parallelschaltung angewendet werden müssen. Die Spannung verteilt sich je nach Anordnung unterschiedlich, und die Stromstärke variiert in den einzelnen Zweigen. Diese Vielseitigkeit macht die gemischte Schaltung ideal für komplexe Systeme wie Steuerungen oder Messgeräte.

Wie wird ein Schaltkreis entwickelt?

Ein Schaltkreis beginnt mit einem klaren Entwurf, der die geplante Funktion vorgibt. Entwickler zeichnen zuerst einen Schaltplan und legen alle Bauteile sowie deren Verbindungen fest. Sie nutzen CAD-Software, um jede Verbindung exakt darzustellen und die Schaltung vorab zu prüfen. Danach startet der Aufbau und alle Bauteile kommen auf eine Leiterplatte. Fachkräfte verbinden jede Leitung aktiv und verlöten die Kontakte sorgfältig. Anschließend folgt die Kontrolle, bei der Messgeräte jede Funktion prüfen und sofort anzeigen, ob alles stimmt. Wenn ein Fehler entsteht, korrigieren die Techniker die Verbindung und tauschen Bauteile aus, bis die Schaltung zuverlässig arbeitet. Am Ende liegt eine Schaltung vor, die dem Entwurf vollständig entspricht und alle Funktionen erfüllt.

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Unterschied zwischen einfachen und komplexen Schaltkreisen

Eine einfache Schaltung enthält wenige Komponenten wie Batterie, Schalter und Lampe. Komplexe Schaltungen bestehen aus vielen Bauteilen, die Signale verarbeiten und umwandeln. Sie finden sich in Computern, Steuerungen und Kommunikationsgeräten. Diese werden oft zu einem einzigen Bauteil, dem integrierten Schaltkreis, zusammengefasst. Der Unterschied liegt in der Anzahl der Elemente und der Art der Verschaltung.
Synonyme:
Schaltung, Stromkreis
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Schaltkreis einfach erklärt!

Schaltkreis
Ein Schaltkreis ist eine geschlossene elektrische Verbindung aus Leitungen und Bauteilen, die Strom von einer Spannungsquelle durch definierte Komponenten leitet, um Energie und Signale gezielt zu steuern.